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Heizölpreise-Tendenz: Mineralömärkte schauen auf Treffen der Opec in Wien (06.12.2018)

Brentölpreis fällte unter die Marke von 62 USD/Barrel - Euro bleibt klar unter der Marke von 1,14 - Heizölpreise fallend

Heizölpreise: Die bundesdurchschnittlichen Heizölpreise für Heizöl der Sorte Standardqualität bezogen auf eine Abnahmemenge von 3.000 Litern (entspricht einem Energieinhalt von 30.240 kWh) schlossen am Mittwochabend gegenüber dem Schlussstand vom Vortag mit einem starken Minus von 3,0 % - konkret stand der Heizölpreis bei 74,23 Euro/100 L. Neben dem Rückgang der Rohölpreise haben sich vor allen Dingen in den letzten Tagen die Schiffsfrachten wieder in Richtung Normalität entwickelt, bedingt durch höhere Wasserstände im Rhein-Main-Gebiet. Der Rückgang der Schiffsfrachten dürfte auch in den nächsten Tagen die Heizölpreise fallen lassen, soweit keine größeren Erhöhungen bei den Rohölpreisen entgegen wirken sollten.

Bei der konkreten Heizölpreisbewertung ist unbedingt zu beachten, dass es Unterschiede bei den regionalen Heizölpreisen gibt. Hauptursache dafür ist, dass neben den unten dargestellten Einflussfaktoren (Rohölpreis und Wechselkursverhältnis Euro zu US-Dollar) zusätzlich noch die Frachten (per Schiff, per Lkw oder per Schiene) einen Einfluss auf die aktuellen regionalen Heizölpreise haben.

Gegenüber dem Heizölpreisstand vom 1.01.2018 sind die Heizölpreise aktuell um 14,9 % gestiegen.

Heizölpreise-Tendenz: Unter Berücksichtigung der Börsenentwicklungen vom Mittwoch und dem aktuellen Stand der Börsen am Donnerstagvormittag gehen wir heute für die Heizölpreise von folgender Tendenz aus: fallend!

 

Bereich Schlusskurs
04.12.2018
Schlusskurs
05.12.2018
Veränderung
zum Vortag
Tendenz
06.12.2018
Heizölpreis (€/100L)
3.000 L Standardqual.

76,56

74,23

- 3,0 %


Rohölsorte Brent
(US-Dollar/Barrel)

62,08

61,56

- 0,8 %

Wechselkurs
(Euro/US-Dollar)

1,1341

1,1348

+ 0,1 %

 

Als Hauptursachen für die Entwicklung der Heizölpreise können folgende preisbestimmenden Faktoren vom Mittwoch und dem heutigen Tag herangezogen werden:

1. Ölpreise: Der Ölpreis für die Sorte Brent für eine Auslieferung im Monat Februar 2019 schloss am Mittwochabend um 0,8 % schwächer bei 61,56 USD/Barrel - damit konnte der Brentölpreis die Ölpreismarke von 62 USD/Barrel nicht halten. Der vermeldete starke Anstieg der US-Rohölreserven durch das Privatinstitut API und die prinzipielle Frage, ob es den Ölproduzenten beim erweiterten Opec-Treffen ab heute in Wien wirklich gelingt, sich über eine Förderkürzung zu verständigen, hält die Ölpreise unter Druck.

Seit Jahresbeginn ist der Ölpreis der Sorte Brent um rund 7,9 % gefallen.

Ölpreis-Tendenz: Zum Start in den Donnerstag gibt der Ölpreis erneut um 0,8 % auf aktuell 61,04 USD/Barrel nach. In Vorbereitung der Opec-Beratung, ab heute in Wien, ist die Wahrscheinlichkeit gestiegen, dass sich die Opec -Mitglieder und Russland über eine Förderkürzung grundlegend einig sind, offen ist nur noch die Frage, wie hoch die Förderkürzung ausfallen sollte. Um eine wirkliche nachhaltige Ölpreisstabilisierung zu erreichen, müsste die Förderkürzung im Bereich von 1,5 bis 2,0 Mio. bpd liegen. Gleichzeitig warten die Ölmärkte auf die offiziellen US-Öllagerbestandsdaten, die heute Nachmittag durch das amerikanische Energieministerium veröffentlicht werden.

2. Eurokurs: Der Kurs des Euro schloss am Mittwochabend kaum verändert bei 1,1348 und bleibt weiter klar unter der Marke 1,14. Schwache Konjunkturdaten aus der Eurozone konnten dem Euro keine neuen Impulse verleihen.

Seit Jahresbeginn hat sich der Euro gegenüber dem US-Dollar um 5,6 % reduziert.

Eurokurs-Tendenz: Zum Start in den Donnerstag gibt der Euro weiter leicht nach - aktuell steht er bei 1,1331. Verschiedene Konjunkturdaten aus den USA könnten heute Nachmittag den Finanzmärkten neue Impulse verleihen.

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